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++ Design für die Zukunft ++

Alexander McQueen Quelle: online

Design für die Zukunft.
Unsere Umwelt wird täglich komplexer, wir erleben mit Smartphones, Tablet, Onlinemedien, 12 Modekollektionen pro Jahr, digitaler Vernetzung und künstlicher Intelligenz mehr als wir eigentlich begreifen können. Vor allem für Jugendliche ist diese schnelllebige Welt voller Herausforderungen, sind sie doch unsere Hoffnungsträger und verspüren mehr denn je zuvor die Last der Zukunft – deren eigene, Ihre und zu guter Letzt die der nachkommenden Generationen. Das riesengroße Angebot an Medien und Mode, Dienstleistungen, Waren, Apps usw. kann leicht überfordern, alles scheint bunt, laut und fordert ihre Aufmerksamkeit. Wo es langgeht, wird von Instagram und Snapchat bestimmt, Leuchtreklamen und Werbung erzählen von den neuesten Trends in der Mode, Produkte der Zukunft bauen sich vor einem auf.
Kurz vor der Berufswahl stehend mit den üblichen Teenagersorgen im Gepäck ist es eine Aufgabe für sich, selbstbewußt nach vorn zu schauen. Die Vielfalt an Möglichkeiten bei der Berufswahl stellt eine große Herausforderung dar. Vor allem, weil durch die neuen Technologien und Produkte in der letzten Dekade ganz neue Berufsfelder und Formen des Arbeitens aufgetaucht sind.

Daher zählt zu den wohl wichtigsten Berufen der Zukunft der eines Designers, einer Designerin. In unserer Welt der Dinge schafft Gestaltung Ordnung und bietet Lösungen. Design geht nämlich weit über das Entwerfen von Produkten hinaus, es beginnt mit Gestaltung von Lebensraum, Gesellschaft und Alltag und führt bis zu Innovationen in der Wirtschaft. In vielen Branchen ist in letzter Zeit immer häufiger der Begriff „Design Thinking“ zu hören – aber worum genau geht es da? Design Thinking ist die Kunst des lösungsorientierten Denkens. Es geht darum, Prozesse zu initiieren, die Struktur schaffen, Wege zu neuen Lösungen herbeiführen und helfen, in einer überfüllten Welt innovativ zu arbeiten.
Junge Menschen können durch kreatives Denken Freiräume finden, dank derer sie beruhigt in die Zukunft schauen dürfen.

Das Berufsfeld Design beinhaltet also vielfältige Möglichkeiten: nichts kommt ohne Gestaltung aus, von der App, oder dem Hosenanzug bis zum Zugfahrplan. Die Wertschöpfungskette einer Modeproduktion allein reicht – abgesehen von der Materialherstellung – von Illustration über Fotografie, Grafik- und Verpackungsdesign, Videoproduktion, Textiler Fertigung, Eventmanagement, PR/ Journalismus und Marketing zur Gestaltung und Programmierung eines Onlineshops.
Um Jugendlichen die Berufsorientierung und -vorbereitung zu erleichtern, biete ich im Formschoen. Raum für Design im Rahmen regelmäßiger Workshops am Nachmittag Einblicke in die verschiedenen Designbereiche an, ausgehend von der Modeproduktion. Diese Workshops bauen aufeinander auf, daher wird empfohlen zuerst Workshop I zu besuchen. Der ist so konzipiert, dass jederzeit eingestiegen werden kann. Nach 3 Monaten wird ein Zertifikat ausgestellt und es kann der folgende Workshop II begonnen werden. In regelmäßigen Abständen sind weiterhin Vorträge durch Dritte geplant, sowie Besuche in ausgewählten Hamburger Betrieben, um eine Vorstellung des Berufsalltags zu bekommen.
Während ich darauf Wert lege, allen TeilnehmerInnen den gesamten Designprozess nahezulegen, geht es neben der Fertigung von Arbeitsproben vor allem darum, die eigenen Stärken zu ermitteln und für sich herauszufinden, welcher der Bereiche einem liegt. Augenmerk liegt darauf, während der einzelnen Module kreatives Denken, „Design Thinking“, zu erlernen, und durch das neu gewonnene Bewusstsein die Freiheit zu erlangen, selbst zu gestalten. Nicht zu Vergessen ist der mir besonders am Herzen liegende Aspekt der Nachhaltigkeit. Man steht in einer anderen Beziehung zum Produkt, wenn man es selbst geschaffen hatt. In der Werkstatt können verschiedenste Entwurfstechniken erprobt werden, vom Zeichnen, computergestützten Entwerfen wie zB Illustration oder 3D, über Drucktechniken bis zu Textilem Gestalten, Nähen und Drapieren an der Puppe. In beiden Workshops besteht die Möglichkeit prozessweise eine Bewerbungsmappe anzulegen, die bei späteren Bewerbungen dienlich sein wird.

Zur Anwendung im eigenen Projekt kommt es im Workshop II.
Ein solches Projekt kann die Konzeption eines kleinen T-Shirt Labels mit eigenen Zeichnungen samt Logoentwicklung, sowie Fotoshooting umfassen, oder eine Werbekampagne für ein solches mit Videospot werden. Vielleicht braucht die Welt ein noch nie da gewesenes Werkzeug oder Kleidung aus dem 3D Drucker. Dank der Gruppensituation und projektbezogenem Arbeiten werden ganz automatisch sogenannte Soft Skills wie Flexibilität, Teamfähigkeit, Empathie und Handlungskompetenz geschult, die in der heutigen Berufswelt nicht mehr wegzudenken sind. Vor allem findet allerdings hier bereits eine Art der Spezialisierung statt, im Hinblick auf die Berufsvorbereitung.

Während meine Kompetenzen dank der beruflichen Laufbahn umfassend sind und weit über Modedesign mit dem dazugehörigen Handwerk des Nähens und Schnittkonstruktion hinausgehen, kann im Einzelfall auch durch individuelle Entwicklung eines Projekts die Hinzunahme Dritter erforderlich werden. Dies ist durchaus im Rahmen des Möglichen und kann nach Absprache geschehen. Beispielsweise, weil die Modellierung eines 3D Modells am Computer notwendig erscheint oder Filmschnitt. Durch die interdisziplinäre Struktur des Formschoen. Raum für Design ergeben sich weitreichende Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Anbietern. Die Heranwachsenden sollen aber auch zu besonderem Engagement ermutigt werden und durch die Bereitstellung der adäquaten Werkzeuge Initiative ergreifen lernen. Sie bekommen die Kamera, Schere oder passende Software und lernen selbst damit umzugehen. Wachstum durch Verantwortung. Innovation durch lösungsorientiertes Denken.

Alle Ergebnisse werden ihre passende Präsentationsform erhalten und TeilnehmerInnen so den persönlichen Erfolg zelebrieren, zum Beispiel bei einer Modenschau oder eigenen Fotoshootings.

 

Herzlichst

Sarah Bürger